Crashkurs: Vibe Coding mit Python
Vibe Coding bedeutet, Software durch natürliche Sprache zu beschreiben, anstatt sie manuell zu programmieren. Die KI übernimmt das Handwerk, du steuerst die Vision.
1. Die Werkzeuge (Stack)
Um direkt zu starten, benötigst du keine komplexe Installation. Empfohlene Tools:
2. Der Workflow
Vibe Coding folgt einem Kreislauf aus drei Schritten:
Schritt 1: Den Vibe beschreiben (Prompting)
Beschreibe der KI präzise, was du erreichen willst.
Schlecht: „Schreib mir ein Programm für Aktien.“
Gut: „Erstelle eine Python-App mit einer einfachen grafischen Oberfläche (Tkinter). Das Programm soll den aktuellen Kurs der Apple-Aktie anzeigen und als Liniendiagramm darstellen.“
Schritt 2: Generieren & Ausführen
Schritt 3: Debugging per Dialog
Erhältst du eine Fehlermeldung? Kopiere sie einfach komplett in den Chat.
Eingabe: „Ich bekomme den Fehler 'ModuleNotFoundError: No module named yfinance'. Was muss ich tun?“
Ergebnis: Die KI gibt dir den Befehl (z.B. pip install yfinance) oder korrigiert das Setup automatisch.
3. Goldene Regeln für Vibe Coder
Iterativ arbeiten: Baue erst das Grundgerüst. Wenn das läuft, füge Schritt für Schritt Funktionen hinzu (z.B. „Füge jetzt einen Button zum Speichern als PDF hinzu“).
Dateien referenzieren: In Tools wie Cursor kannst du mit dem @-Symbol Dateien verknüpfen, damit die KI weiß, worauf sie sich bezieht (z.B. „@main.py korrigiere die Grafikfarben“).
Die KI fragen: Wenn du nicht verstehst, was ein Codeteil macht, frage: „Erkläre mir diesen Abschnitt für Laien.“
4. Beispiel-Ideen für den Start
Haushaltsbuch: „Erstelle ein Python-Tool, das Ausgaben in einer CSV-Datei speichert und monatliche Summen berechnet.“
Bild-Konverter: „Schreibe ein Skript, das alle Bilder in einem Ordner automatisch in das WebP-Format umwandelt.“
Web-Scraper: „Extrahiere die Schlagzeilen von einer News-Seite und sende sie mir per E-Mail.“
5. Hilfe & Ressourcen