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Anleitung für das Erstellen von Videos

Hier ist alles zu finden, was man für den dreh eines Videos mit gehobenen Ansprüchen braucht.
Für das Erstellen von Videos gibt es diesen Thread im Forum

Rechtliches

Vor der Veröffentlichung von Videomaterial muss die Einverständniserklärung der im Video zu sehenden Personen schriftlich eingeholt werden, egal ob das Video nur intern oder übers Internet auch extern verbreitet wird.Hier gibt es einen Mustertext einer Einverständniserklärung zur Veröffentlichung als Formular zum Download. Um eine Zettelwirtschaft vorzubeugen kann auch ein solcher Text in einem gebundenen Buch auf der 1. Seite verfasst werden, auf den nachfolgenden Seiten unterschreiben lediglich die abgebildeten Personen entweder in der Spalte „Veröffentlichung zustimmen“ oder in der Spalte „Veröffentlichung ablehnen“.

Für Video:

Hardwareempfehlungen

Das Smartphone sollte voll aufgeladen sein und möglichst viel Speicherplatz frei haben.
1GB Speicher reicht für ca. 8 Minuten Full-HD Video.

Softwareempfehlungen:

Softwareempfehlungen: Open Camera App (kostenlos) ermöglicht manuelle Einstellungen der Handykamera für kontrollierten Fokus, Weissabgleich und Blende.

Für Audio:

Hardwareempfehlungen

mit einem 2. Smartphone: Hardwareempfehlungen: Zusatzmikrofone, die nicht omnidirektional und möglichst nah am Sprecher sind.
Für den ganz spontanen Dreh hält sich der Sprecher sein Tonaufnahme-Smartphone einfach ans Ohr und spricht ins Mikrofon.

Softwareempfehlungen

Dazu eine Audio-App, wie z.B. den Field Recorder (4,99 EUR aus dem Android Playstore) oder vergleichbare Freeware für ein Zweites Smartphone.

Licht und Kamerastativ:

Hardwareempfehlungen :Smartphoneclip mit Stativanschluß ermöglicht befestigung eines Smartphones am Stativ. Stativ mit Drehteller (kein Fotostativ mit Kugelgelenk) ist vorzuziehen. Soll Ton und Video über ein einziges Smartphone aufgenommen werden, empfiehlt sich ein Smartphone video Rig.

Mindestens eine Baulampe sollte für Indoor-Shots vorhanden sein, damit das Bild nicht körnig wird. Besser sind LED-Lampen, da sie das Farbspektrum besser abbilden.

Post Production:

Hardwareempfehlungen:

Notebook mit schneller CPU, großer Speicherplatte und viel Arbeitsspeicher (12 GB RAM oder mehr).

Softwareempfehlungen:

Tipps für weniger Arbeit beim Schneiden:
Abwechselnd mindestens eine erklärende Totale schiessen, die das Setting, Aufgabe und Ziel erklärt. Dabei gleichzeitig als Erzähler zur Aufnahme Sprechen. Sogar mit Standardmikro vom Handy ist das Ergebnis gut, weil das Handy beim Filmen direkt vor dem Mund gehalten wird.
Eine Totale mit Schwenk ist mit dem Stativ gut möglich. Auch mit dem Einbeinstativ lassen sich Schwenks realisieren.
Nach der Totalen eine Stativaufnahme, die möglichst nah am Geschehen ist, fürs Ende wieder eine Totale, die das Arbeitsergebnis zeigt.

Vor und Nachteile unterschiedlicher Kameratypen

1. Action Cam - für bewegte Kamerafahrten und Langzeitaufnahmen

Nachteile:

  • schlechter Sound
  • Kurze Videoschnipsel, nach 10 Minuten beginnt ein neues File
  • Verzerrung durch Weitwinkel

Vorteile:

  • kompakt, wirkt nicht bedrohlich
  • Weitwinkel mit großer Tiefenschärfe
  • rechnet Wackler im Bewegtbild über Algorithmus raus
  • mit Brustharnisch ohne Hände tragbar
  • Daueraufnahme über bis zu 4 Stunden am Stück mit Zusatzakku möglich

2. Smartphone - der kompakte Allrounder

Nachteile:

  • schlechte Ergonomie bei Filmaufnahmen
  • Stativfuß fehlt, braucht ein Smartphone video Rig
  • manuelle Einstellmöglichkeiten müssen mit der Openkamera App nachgerüstet werden

Vorteile:

  • immer dabei, jeder hat eins
  • die Videos sind beliebig lang
  • zusätzliches Licht ist in der Kamera integriert
  • Makroaufnahme möglich
  • Schnitt des gedrehten Videomaterials und Veröffentlichung durch Upload zum Dienstleister ist theoretisch möglich

3. Kamera mit Wechsel objektiv

Nachteile:

  • schwer
  • schlechter Ton bei Verwendung des eingebauten Mikrofons
  • braucht Videostativ oder Gimbal

Vorteile:

  • gute Optik, flexibel austauschbar

4. Zubehör:

  • Notebook mit schneller CPU, großer Speicherplatte und viel Arbeitsspeicher
  • Akkupack mit Gürteltasche oder Schlaufe
  • Mikrofon (hier näher dran, desto besser)–> alternativ: Handy mit Recordersoftware am Ohr
  • Stativ (Kompromiss zwischen Stabilität und Mobilität)
  • Gimbal

Tipps für den Produktionsablauf (WIP)

  1. Wenn ihr mit mehreren (vllt. sogar unterschiedlichen) Kameras filmt (aber auch generell), macht ihr euch das Leben einfacher, wenn ihr ein LOG-Profil nutzt. Meistens gibt es dazu vom Kamera-/Software-Hersteller noch die passende Rec. 709 LUT, das macht das Colorgrading/Colorcorrection um einiges einfacher.
  2. Wenn ihr im Schnitt nachher den Ton macht, lasst ruhig (ganz sanft) die Nebengeräusche mit ihm Film, das macht den Film interessanter.
  3. Schaut, dass ihr etwas Tiefe ins Bild bekommt, z.B. indem ihr einen Tisch hinter dem ihr sitzt diagonal zur Raumecke stellt. Im Hintergrund dürfen auch Farbakzente gesetzt werden.
  4. Achtet bitte auf ordentliche Ausleuchtung und vor Allem Ton, alles andere bringt die Leute zum wegschalten/k*tzen ;)
  5. Ton aus mehreren Quellen am besten durch eine Klappe/Klatschen zu beginn der Aufnahme eindeutig kennzeichnen, dann kann die Schnittsoftware die Tonspuren i.d.R. automatisch synchron legen.
  6. Einigt euch auf FPS, Auflösung/Seitenverhältnis und Verschlusszeit
    1. Filmt wenn möglich in 4K/UHD und macht den Film in 1080p, dann könnt ihr bei Bedarf, ohne Verluste, “zoomen”
    2. Schaut, dass ihr vllt. 25FPS nehmt (sonst gibt es beim Licht, was an der Steckdose betrieben wird, Shutterstreifen. Stichwort: 50Hz-Netz). Hier habt ihr dann aber Shutterstreifen beim Abfilmen eines 60Hz-Monitors - nehmt eh lieber OBS für das Screen-Capturing ;-).
  7. Wenn ihr einen ordentlichen/cineastischen Look haben wollt, nehmt eine Verschlusszeit von 1/50 (doppelte der FPS). Wenn es dann mal zu Hell wird (ihr werdet eher das Gegenteilige Problem in Innenräumen haben), nutzt einen ND-Filter
  8. Wenn ihr mit Smartphones filmt, ist https://www.filmicpro.com euer bester Freund
  9. Ton solltet ihr auf jeden Fall, zusätzlich, auf einem externen Recorder (schaut mal bei der Fa. Zoom) aufnehmen.
    1. Solltet ihr Funkstrecken nutzen, denkt an den Offset, der ggf. bereits vor Aufnahme im Recorder eingestellt werden kann
    2. Schaut, dass ihr entweder den Ton angelt oder zumindest ein Aufsteck-Richtmikrofon für die Kamera nutzt. Ggf. findet ihr ja auch noch ein Lavalier.
  10. Wer den Schnitt macht, sollte sich mal anschauen, was es mit L-Cut, J-Cut und B-Roll auf sich hat
  11. Je nachdem welche Schnittsoftware ihr nutzt, gibt es für die Verwendung mit mehreren Kameras einen Multicam-Mode. Hier könnt ihr ggf. auch virtuelle Kameras (z.B. für einen “gefakten” close-up) einstellen
  12. Sollte eure Rechner mit mehreren Spuren in die Knie gehen, gibt es in der Schnittsoftware ggf. einen sogenannten Proxy-Mode. Dieser erzeugt geringer aufgelöste Versionen eures Materials und ihr könnt wieder ordentlich schneiden. ACHTUNG: Das kostet Speicherplatz!
  13. Macht euch im Vorfeld ein Storyboard, sowie einen Drehplan
    1. B-Roll Material trotzdem nicht vergessen!
  14. Bei Aufnahmen auf einem Stativ oder Gimbal solltet ihr den kamera-/objektivinternen Bildstabilisator deaktivieren, da es sonst zum gegenteiligen Effekt kommen kann.
  15. Jede Minute, die ihr für die Vorbereitung einplant, spart ihr doppelt in der Post-Production.
  16. Habt Spaß bei der Sache! :)

Verwandte Themen:

Für Videotutorials über Software hat die CAD Workstation ein Bügelmikrofon und Screen-Recorder-Software eingerichtet.Hier ist ein gutes Video, wie man erfolgreiche Videotutorials erstellen kann.

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workshopsundtutorials/anleitung_fuer_das_erstellen_von_videos.txt · Zuletzt geändert: 28.11.2019 22:02 von garagelabadmin